Insights zum Wohnungsmarkt und Trends in der Immobilienbewertung

Miet- und Immobilienmarkt Dresden | Daten & Trends 2018–2026

Geschrieben von Matthias Klupp | 25. Aug. 2026

Dresden zählt zu den dynamischsten Immobilienmärkten in Ostdeutschland. Doch wie haben sich Mietpreise, Angebotspreise und Vermarktungsdauern in den letzten Jahren entwickelt? Und was sagt die Prognose für 2027? Dieser Blogpost zeigt die aktuellen Daten für Wohnungen und Häuser in Dresden.

Entwicklung der Mietpreise in Dresden

Die Mietpreise in Dresden sind seit 2018 deutlich gestiegen. Während die Mieten für Bestandswohnungen seit 2018 um 34,4 % gewachsen sind, verzeichnete der Neubau sogar ein Plus von 53,4 %. Aktuell ist der Unterschied zwischen den beiden Segmenten mit 5,58 €/m² deutlich höher als noch 2018. Die Prognose für August 2027 zeigt einen weiteren Anstieg: Bestandsmieten könnten dann bei 10,53 €/m² liegen, während Neubauwohnungen voraussichtlich 16,29 €/m² erreichen werden.

Vermarktungsdauer von Mietobjekten

Die Vermarktungsdauer von Mietobjekten hat sich in den letzten Jahren verkürzt. Bestandswohnungen wurden 2021 noch durchschnittlich 28 Tage angeboten, im Juli 2026 waren es nur noch 21,7 Tage. Im Neubau blieb die Dauer mit etwa 32 bis 35 Tagen annähernd stabil.

Angebotspreisentwicklung für Wohnungen

Die Kaufpreise für Wohnungen sind seit 2018 stark angestiegen, insbesondere im Neubau. Während Bestandswohnungen um 43 % teurer wurden, stiegen die Preise für Neubauwohnungen um 56,6 %. Allerdings ist seit 2022 eine Seitwärtsbewegung der Preise zu beobachten, der Markt kommt nicht so richtig wieder in Fahrt.

Der aktuelle Preisunterschied zwischen Bestand und Neubau liegt bei etwa 2.251 €/m², was einem Aufschlag von 71,6 % für Neubau entspricht.

Die Prognose für August 2027 zeigt einen leichten Rückgang im Neubau auf 5.347 €/m², während der Bestand weiter auf 3.200 €/m² steigen könnte.

Vermarktungsdauer für Wohnungen

Die Vermarktungsdauer für Kaufwohnungen hat sich verlängert. Im Bestand stieg die Dauer von 36,7 Tagen im August 2021 auf 51,2 Tage im Januar 2024, bevor sie wieder auf 38,7 Tage im Mai 2026 sank. Im Neubau war die Entwicklung ähnlich, aber mit stärkeren Schwankungen: von 46,8 Tagen im August 2021 auf 71,9 Tage im Januar 2024 und zurück auf 47,8 Tage im Mai 2026.

Angebotspreisentwicklung für Häuser

Auch bei Häusern sind die Preise seit 2018 deutlich gestiegen, allerdings mit geringeren Unterschieden zwischen Bestand und Neubau als bei Wohnungen. Während Bestandshäuser um 42,4 % teurer wurden, stiegen die Preise für Neubauten um 57,4 %. Während im Neubau die Preise seit Anfang 2024 wieder deutlich steigen, verläuft die Entwicklung bei den Bestandshäusern deutlich verhaltener.

Der aktuelle Preisunterschied liegt bei etwa 317 €/m², was einem Aufschlag von 9,7 % für Neubau entspricht. Die Prognose für August 2027 zeigt einen leichten Anstieg in beiden Segmenten: Bestandshäuser könnten dann 3.286 €/m² kosten, Neubauten 3.727 €/m².

Vermarktungsdauer für Häuser

Bei Häusern zeigt sich ein differenzierteres Bild der Vermarktungsdauer. Im Bestand stieg die Dauer von 37,3 Tagen im August 2021 auf 44,3 Tage im Januar 2024, bevor sie wieder auf 37,6 Tage im Mai 2026 sank. Im Neubau verkürzte sich die Dauer von 60,6 Tagen im August 2021 auf 41,9 Tage im Mai 2026.

Fazit: Dresden bleibt ein starker Markt - aber mit Unterschieden

Die Mietpreise steigen kontinuierlich, besonders im Neubau, während die sich eher verhalten entwickeln. Die Vermarktungsdauer zeigen eine Verkürzung bei Mietobjekten, während sie sich bei Kaufwohnungen verlängert hat. Bei Häusern entwickelte sich die Vermarktungsdauer unterschiedlich. Im Bestand normalisierte sie sich nach einem Anstieg wieder, im Neubau verkürzte sie sich stetig.