Der Wohnungsmarkt in Deutschland zeigt im Mai 2026 nur leichte Bewegungen gegenüber den Vormonaten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Angebot an inserierten Wohnimmobilien jedoch deutlich gestiegen. Gleichzeitig verkürzt sich die Vermarktungsdauer weiter, besonders bei Kaufimmobilien.
Im Mai wurden deutschlandweit 351.832 Wohnimmobilien angeboten und damit 17,3 % mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Das Mietangebot mit 206.208 Einheiten stieg um 8,9 %, die Zahl der Kaufobjekte mit 145.624 Einheiten um 31,7 %. Gegenüber den Vormonaten gab es aber nur geringe Veränderungen.
Kürzere Vermarktungsdauer: Kaufimmobilien wurden gegenüber dem Vorjahresmonat 42,5 Tage schneller verkauft, Mietobjekte fanden 7,8 Tage früher neue Mieter. Der Abwärtstrend bei der Vermarktungsdauer setzt sich damit weiter fort.
Bei den Kaufpreisen zeigt sich ein differenziertes Bild. Neubauwohnungen lagen im Mai 2026 bei durchschnittlich 5.758 €/m² und damit 1,2 % unter dem Vorjahreswert. Bestandswohnungen erreichten durchschnittlich 4.164 €/m², ein Plus von 4,6 %.
Neubauhäuser lagen bei 3.915 €/m² und stiegen damit um 2,8 %. Bestandshäuser erreichten durchschnittlich 3.052 €/m², ein Plus von 4,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Neubauobjekte verteuerten sich um 3,8 %, Bestandswohnungen um 3,4 %.
In München wurden im Mai 2026 insgesamt 7.744 Wohnimmobilien zur Miete oder zum Kauf angeboten. Das entspricht einer Zunahme von 28,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Mietobjekten blieb mit 18,0 Tagen unverändert. Bei Kaufimmobilien verkürzte sich die Vermarktungsdauer um 5,1 Tage.
Preislich zeigt sich in München eine geteilte Entwicklung. Die Mieten steigen weiter, während die Kaufpreise in mehreren Segmenten leicht nachgeben.
Neubauobjekte lagen im Mai 2026 bei durchschnittlich 25,09 €/m². Das entspricht einem Plus von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Bestandsobjekte erreichten durchschnittlich 22,04 €/m² und stiegen damit um 2,6 %.
Neubauwohnungen lagen bei durchschnittlich 10.897 €/m² und damit 0,3 % unter dem Vorjahreswert.
Bestandswohnungen erreichten 8.217 €/m² und lagen damit leicht über dem Vorjahr. Der Anstieg betrug 0,3 %.
Bei Häusern gingen die Preise stärker zurück. Neubauhäuser lagen bei 8.707 €/m², ein Minus von 4,1 %. Bestandshäuser erreichten 7.896 €/m² und lagen damit 3,2 % unter dem Vorjahreswert.
In Bochum wurden im Mai 2026 insgesamt 3.315 Wohnimmobilien zur Miete oder zum Kauf angeboten. Das entspricht einem Plus von 22,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Mietobjekten blieb mit 22,8 Tagen nahezu unverändert. Bei Kaufimmobilien verkürzte sich die Vermarktungsdauer um 8,4 Tage.
Insgesamt zeigt sich in Bochum ein stabiler Markt mit vergleichsweise wenig Bewegung. Auffällig ist jedoch, dass die Mieten stärker steigen als die Kaufpreise.
Neubauobjekte lagen im Mai 2026 bei durchschnittlich 13,98 €/m². Das entspricht einem Plus von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Bestandsobjekte erreichten durchschnittlich 9,28 €/m² und stiegen damit um 4,7 %.
Bei den Kaufpreisen ist die Entwicklung gemischter. Neubauwohnungen lagen bei durchschnittlich 4.562 €/m² und stiegen um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Bestandswohnungen verzeichneten mit 2.353 €/m² ein deutliches Plus von 8,2 %.
Neubauhäuser lagen bei 3.869 €/m², ein Plus von 0,3 %. Bestandshäuser erreichten durchschnittlich 3.147 €/m² und lagen damit 1,7 % über dem Vorjahreswert.