Insights zum Wohnungsmarkt und Trends in der Immobilienbewertung

Wohnungsmarktreport | Mehr Angebot, kürzere Vermarktungsdauer

Geschrieben von Matthias Klupp | 10. Aug. 2026

Jeden Monat bieten wir Ihnen in unserem Wohnungsmarktreport fundierte Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Miet- und Kaufpreise. In dieser Ausgabe werfen wir einen detaillierten Blick auf die Wohnimmobilienmärkte in Chemnitz und Wuppertal. Den vollständigen QUIS-Wohnungsmarktreport können Sie hier als PDF herunterladen.

Deutschland: Mehr Angebote, kürzere Vermarktungsdauer

Im Juli 2026 wurden deutschlandweit 375.379 Wohnimmobilien angeboten und damit knapp 1 % mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Dabei stieg das Mietangebot um 4,9 % auf 215.934 Einheiten, während die Zahl der Kaufobjekte um 4,0 % auf 159.445 Einheiten zurückging.

Die Vermarktungsdauer verkürzte sich deutlich: Kaufimmobilien wurden 41 Tage schneller verkauft, Mietobjekte fanden 6,4 Tage früher neue Mieter. Dieser Abwärtstrend bei der Vermarktungsdauer setzt sich damit weiter fort.

Bei den Preisen zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Neubauwohnungen lagen bei 5.826 €/m², was einem Rückgang von 0,6 % entspricht. Bestandswohnungen kosteten im Schnitt 4.135 €/m² und damit 1,0 % weniger als im Vorjahr. Bei Häusern stiegen die Preise: Neubauhäuser auf 4.104 €/m² (+4,3 %), Bestandshäuser auf 3.095 €/m² (+5,2 %).

Die Mieten stiegen bundesweit: Neubauten um 4,1 %, Bestandswohnungen um 2,6 %.

Chemnitz: Weniger Angebot, schnellere Vermarktung, steigende Mieten

Im Juli 2026 wurden in Chemnitz 5.176 Wohnimmobilien zur Miete oder zum Kauf angeboten. Das entspricht einer Abnahme von 47,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verkürzte sich die durchschnittliche Vermarktungsdauer: Mietobjekte fanden 4,8 Tage schneller neue Mieter, Kaufimmobilien wurden 8,9 Tage früher verkauft.

Bei den Mieten zeigte sich ein moderater Anstieg. Neubauobjekte lagen bei 11,49 €/m², was einem Plus von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bestandsobjekte kosteten 6,08 €/m² und stiegen damit um 2,5 %.

Die Kaufpreise entwickelten sich unterschiedlich. Neubauwohnungen lagen bei 3.833 €/m² und damit 1,1 % unter dem Vorjahreswert. Bestandswohnungen stiegen auf 1.410 €/m² (+2,9 %). Bei Häusern zeigten sich leichte Zuwächse: Neubauhäuser auf 2.781 €/m² (+0,7 %), Bestandshäuser auf 2.202 €/m² (+1,5 %).

 

Wuppertal: Kaufimmobilien schneller verkauft, Mieten deutlich gestiegen

In Wuppertal wurden im Juli 2026 4.636 Wohnimmobilien zur Miete oder zum Kauf angeboten – eine Zunahme von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer von Mietobjekten verlängerte sich dabei minimal um 0,2 Tage, während sich die Vermarktungsdauer bei Kaufimmobilien um 9,8 Tage verkürzte.

Die Mieten stiegen in Wuppertal deutlich. Neubauobjekte lagen bei 14,29 €/m² (+4,5 % ggü. Vorjahr), Bestandsobjekte bei 9,35 €/m² (+4,5 %).

Bei den Kaufpreisen zeigte sich eine gemischte Entwicklung. Neubauwohnungen kosteten 4.379 €/m² (+3,4 %), Bestandswohnungen 2.410 €/m² (+5,5 %). Neubauhäuser lagen bei 3.750 €/m² und damit 0,5 % unter dem Vorjahreswert, während Bestandshäuser auf 3.089 €/m² stiegen (+1,8 %).